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Von den Perlentauchern zum Perlflussdelta
Ein Reisebericht:

Wie lange es diese Tradition an der DAV schon gibt, weiß höchstwahrscheinlich nur Hanspeter Stabenau, Ehrenvorsitzender der BVL und langjähriger Studienleiter der DAV. Die Rede ist von der Studienfahrt. Das Wintersemester 2010 Internationale Wirtschaft machte sich Anfang Oktober 2011 auf die Reise.
"Das erste Ziel war das alte Perlentaucherdorf am Persischen Golf. Heute erinnert wenig in dieser Metropole an die Anfänge und die Geschichte. Nach einiger Suche findet man jedoch noch ein Fort aus dem Jahr 1787 und die erste Schule aus dem Jahr 1912. Besucher dieser Stadt kommen nicht wegen der arabischen Architektur, sondern lassen sich durch die Größe und das anscheinend unendlich vorhandene Geld in ihren Bann ziehen. Neben dem höchsten Gebäude der Welt, der Welt in Form von Inseln, und klimatisierten Bushaltestellen beeindruckt diese Stadt auch durch ihre Shopping Malls. Nach ausgiebigen Shoppen bei Prada, Gucci und Co., einem Snack bei Nordsee und einen Venti Chai Tea Latte bieten diese Konsumtempel der Neuzeit auch die Möglichkeit nicht nur die Kreditkarte und das Konto in Wallung zu versetzen, sondern auch den Kreislauf, sei es durch eine Skiabfahrt oder eine Runde auf der Eislaufbahn.
Nach diesen Eindrücken der ersten Tage gab uns die Deutsche Außenhandelskammer einen Überblick über die wirtschaftliche Situation Dubais und der Emirate. Auch in Dubai hat die Medaille zwei Seiten. Am Meer gelegen die Metropolis der Superlative, weit draußen in der Wüste die Behausungen der Heerschaaren von billigen Arbeitskräften. Ein weiteres Problem der Emirate ist die durch Petrodollars und die 20 Stunden Arbeitswoche verwöhnte einheimische Bevölkerung und der Mangel an Bildung. Ausländische Unternehmen müssen einen gewissen Prozentsatz an Einheimischen einstellen. Wie uns mitgeteilt wurde, liegt die Bezahlung bereits für einfache Jobs bei circa 7.000 EUR pro Monat, da 90% der einheimischen Bevölkerung im öffentlichen Dienst tätig sind und die restlichen 10% sich dementsprechend teuer von den ausländischen Unternehmen einkaufen lassen, damit sie ihre Quoten erfüllen können.
Nach diesen Eindrücken reisten wir weiter an das Perlflussdelta in die ehemalige britische Kolonie Hongkong. Auf der nächtlichen Taxifahrt vom Flughafen zum Hotel bot sich uns ein erster Eindruck der asiatischen Metropole. Hongkong ist ein Schmelztiegel von Orient und Okzident geprägt durch 150 Jahre britische Kolonialzeit und 3000 Jahre chinesischer Kultur.
Nach ein paar Tagen der Eingewöhnung und einem ausgiebigen Kulturprogramm, statteten wir Kühne und Nagel einen mehrstündigen Besuch ab und ließen uns über die Geschäftsaktivitäten und die Arbeitsbedingungen informieren. Anschließend besuchten wir die Cargo Freight Station im Hafen und konnten miterleben wie Modeartikel aus den Fabriken in Shenzhen oder Dongguan angeliefert und für den europäischen Markt mit Etiketten versehen und neu verpackt wurden.
Am nächsten Tag besuchten wir die China International Logistics Fair in Shenzhen. Bei diesem Besuch ergaben sich interessante Gespräche mit deutschen Unternehmen.
Mit einer Vielzahl von neugewonnenen Eindrücken begannen wir die zweite Hälfte unseres Betriebswirtstudiums zwei Tage nach unserer Rückkehr." - André Königs, 1.Vorsitzender des AStA, Student Internationale Wirtschaft, Deutsche Außenhandels-und Verkehrsakademie (DAV)

